10.08.2018

News

Ungewöhnlich trockene Witterung bringt große Herausforderungen

GS agri informiert kurzfristig schon eher zum Maisanbau

Am Donnerstag, 9. August lud die Schneiderkruger Genossenschaft GS agri eG zu ihrem diesjährigen ersten Maisfeldabend nach Bösel ein. Die ungewöhnlich trockene Witterung stellt die Maisanbauer und auch die Landhändler vor große Herausforderungen.

Etwa 70 Landwirte nutzten in Bösel die Gelegenheit und informierten sich direkt vor Ort. In diesem Jahr wurden dabei einige Traditionen gebrochen. Geschuldet ist dies den extrem trockenen Wetterbedingungen. Statt im September wurde nun kurzfristig der August zur Information ausgewählt, denn auch die Ernte wird sehr viel früher stattfinden. Und: Erstmalig fand der Maisfeldtag nicht direkt am Feld statt. Kurz vor Veranstaltungsbeginn setzte plötzlich der lang ersehnte Regen ein und zwang zur kurzfristigen Verlegung in die Böseler Geschäftsstelle. Die Experten hatten jedoch zahlreiche Pflanzen und Informationen zur Demonstration mitgebracht.

Die Fragen „Wie geht man mit den extrem trockenen Wetterbedingungen um und wie geht es weiter?“, beherrschten den Abend. Sie wurden gemeinsam erörtert und diskutiert. Der Fokus lag dabei auf den Themen der Ernte und Verwertung der teilweise geschädigten Maisbestände.

Markus Meyer, Ackerbauberater am Böseler Standort der GS agri, ging anhand exemplarischer Maispflanzen auf das Thema des optimalen Häckseltermins ein. Ob Siliermittel das Futter verbessern können, wusste Josef Fischer, Biogasberater der GS agri, zu erläutern. Auf Besonderheiten bei der Verfütterung des beeinträchtigten Maises ging Manfred Blömer (GS agri) ein.

Schließlich zeigte sich der Ackerbauexperte Frank Pelk (GS agri) auch als Wetterexperte. Er erklärte den Landwirten den Verlauf des Jetstreams und kam zu der Erkenntnis, dass die trockene Witterung wohl noch längere Zeit andauern wird. Auch der gestrige Regen würde daran nicht viel ändern. Umso wichtiger sei daher die weitere Planung der Arbeiten auf dem Acker. Frank Pelk ging nicht nur auf die richtige Art  der Bodenbearbeitung ein, sondern gab auch wichtige Tipps zur Aussaat verschiedenster Haupt- und Zwischenfrüchte. Da das Gelingen der Aussaat immer auch von der Bodenfeuchtigkeit abhängt, sollte jeder genau die Wetterentwicklung an seinem Standort beobachten.

Am Ende der Veranstaltung stellte Jürgen Diers, Abteilungsleiter der GS agri, kurz die „GS Futterbörse“ vor. Ziel soll es hier sein, direkt vor Ort über die GS-Geschäftsstellen Angebot und Nachfrage nach Grundfuttermitteln zu bündeln und zu vermitteln. Insbesondere bei der Vermittlung von Ackerflächen zur Futtergewinnung kann die GS agri dann den Landwirten mit Rat zur Seite stehen.

Interessierte Besucher hatten/haben noch an weiteren Terminen die Möglichkeit zur persönlichen Information und Austausch mit Fachkollegen:
- Freitag, 10.08.2018 um 11 Uhr in Peheim, Versuchsfeld GS agri, Grönheimer Straße
- Freitag, 10.08.2018 um 14 Uhr in Helmighausen, Geschäftsstelle GS agri
- Dienstag, 14.08.2018 um 19 Uhr in Molbergen, Versuchsfeld am Kreisel Claas Weser-Ems
- Mittwoch, 15.08.2018 um 19 Uhr in Schneiderkrug am Mischfutterwerk
- Montag, 20.08.2018 um 19 Uhr in Börger am Versuchsfeld der Geschäftsstelle Börger
- Mittwoch, 29.08.2018 um 19 Uhr in Altenoythe, Altenoyther Straße (Pirgo), Fläche von Richard Hardenberg

Fakten:
Seit über 25 Jahren testet die GS agri an ihrem Standort in Schneiderkrug neue und bewährte Maissorten auf einem rund 3 ha großen Versuchsfeld an der Raiffeisenstraße. In einer randomisierten Versuchsanlage werden die Sorten getrennt nach den Nutzungsrichtungen beerntet. Auf den Maisfeldabenden können sich die Besucher ein eigenes Bild von den Sorten machen und sich über aktuelle Themen rund um den Mais informieren. Auch auf weiteren zusätzlichen Feldern im Oldenburger Münsterland wird der Maisanbau beobachtet und analysiert.

 

Markus Meyer demonstriert mit Maispflanzen

Markus Meyer demonstriert mit Maispflanzen

Frank Pelk zeigt Wetterentwicklungen

Frank Pelk zeigt Wetterentwicklungen

In Molbergen informierten sich 120 Interessierte

In Molbergen informierten sich 120 Interessierte

Praxisnahe Erläuterungen direkt am Versuchsfeld in Molbergen

Praxisnahe Erläuterungen direkt am Versuchsfeld in Molbergen