20.03.2019

News

Innovationen für die moderne Landwirtschaft

In den vergangenen Wochen lud die GS agri zur beliebten Frühjahrsveranstaltungsreihe in sechs Orte ihres Geschäftsgebiets im Oldenburger Münsterland ein. Mehr als 500 Teilnehmer verfolgten interessiert den vielfältigen Referaten unter dem Motto, mit Innovationen in der Landwirtschaft erfolgreich zu sein.

Cord Schiplage, geschäftsführender Vorstand der Genossenschaft aus Schneiderkrug, leitete mit den Worten „kundennah, leistungsstark und innovativ“ die Referatsreihe ein. Dabei zeigte er die Entwicklung der digitalen Strategie mit der digitalen Ackerschlagkartei „Acker24“ sowie der eigens entwickelten Futterbestell-App „Futter24“. Mit dem neuesten digitalen Clou der Genossenschaft, dem WhatsApp-Broadcast, werden Landwirte und Interessierte mit Videosequenzen zielgerichtet informiert. Dass die GS agri auch in Zukunft direkter Partner der Landwirte vor Ort sein möchte, zeigen die Neubauten in Friesoythe sowie Melchiorshausen (Landkreis Diepholz) mit jeweils rund 4,5 Millionen Euro Investitionen. Zudem sei der Bau eines direkten Bahnanschlusses in Garrel geplant.

Der Pflanzenbauberater Frank Pelk sprach zum Thema „Düngung Frühjahr 2019 – Zukunft Pflanzenschutz“ und ging dabei auf die praktische Umsetzung der Düngeverordnung und die mögliche Reduzierung von mineralischem Stickstoff ein. Anhand der genauen Analyse der Pflanzenstadien auf den Standorten könne der Landwirt effektiv Dünger einsparen. Ganz wichtig sei bei der Pflanzenernährung besonders der Zeitpunkt Frühlingsanfang, Ende Kurztag, Anfang Langtag. Bei flächendeckend angebotenen „Felderkieks“, die bis einschließlich Mai in regelmäßigem Rhythmus stattfinden, geht Pelk zusätzlich auf die jeweilige Situation der Pflanzen ein.

Der Saatgut-Experte Andreas Göken widmete sich der Neuheit „Netfarming“. Mit der teilflächenspezifischen Aussaat könne ein Mehrertrag von zehn Prozent und mehr im Vergleich zur betriebsüblichen Aussaat erzielt werden. Mithilfe der fortschreitenden Digitalisierung könnten gute und weniger gute Teilflächen identifiziert werden. Dieses ermögliche eine passgenaue nutzungs- und standortangepasste Sortenwahl und Saat. Mehrjährige Versuche – speziell im Mais – bestätigen die Theorie und treiben die Technik voran.

Neue Erkenntnisse für die Rinderfütterung präsentierte Manfred Blömer (GS agri, Produkmanager Rind). Der Trockenheit des vergangen Jahres geschuldet, sind deutlich geringere Grundfuttererträge verfügbar. Dabei seien insbesondere die Nährstoffgehalte der Maissilage niedriger ausgefallen. Mit dem Einsatz von pansenstabilen Protein im Futter könne der Landwirt physiologisch und ökonomisch optimal reagieren. Dieses gelte für die Milchkuhfütterung genauso wie für die Kälber- und Fresseraufzucht.

Den Abschluss der Vorträge übernahm der selbständige Pflanzenbauberater Tjard Ommen aus Oldenburg. Ommen berichtete über neueste Versuche bei der Gülletechnik. Mit der neuen, aber noch sehr teuren Technik lassen sich N-Verluste durch optimale Nährstoffplatzierung deutlich reduzieren. Auf diese Weise können mehr Nährstoffe in der hiesigen Region verwertet werden.

Im Anschluss an die Vorträge entwickelten sich rege Diskussionen mit den Fachleuten, die den Landwirten gern Rede und Antwort standen. Die Teilnehmer zeigten sich anschließend äußerst zufrieden mit der Veranstaltung. Sowohl die Inhalte als auch die Art der Vorträge wurden gelobt.

Veranstaltungsorte waren Evenkamp, Gehlenberg, Ermke, Großenkneten, Thüle und Bühren. Zusätzlich konnten sich Landwirte auch in Leeste (Landkreis Diepholz) und Börger (Landkreis Emsland) informieren, jedoch mit teils anderen Vorträgen. Die Veranstaltungsreihe findet jedes Frühjahr flächendeckend im gesamten Weser-Ems-Gebiet statt.

 

Die Frühjahrsveranstaltungen der GS agri wurden wieder einmal sehr gut angenommen. Mehr als 500 Landwirte waren in diesem Jahr den Einladungen gefolgt.

Die Frühjahrsveranstaltungen der GS agri wurden wieder einmal sehr gut angenommen. Mehr als 500 Landwirte waren in diesem Jahr den Einladungen gefolgt.

Die Referenten Manfred Blömer, Andreas Göken, Tjard Ommen, Frank Pelk, Cord Schiplage (v.l.)

Die Referenten Manfred Blömer, Andreas Göken, Tjard Ommen, Frank Pelk, Cord Schiplage (v.l.)