20.11.2019

News

GS agri richtet sich für die Zukunft aus

Die Landwirtschaft war im vergangenen Jahr durch viele Herausforderungen geprägt. Die GS agri eG meisterte diese erfolgreich. Das bestätigen die Zahlen, die die Schneiderkruger Genossenschaft am Montagabend auf ihrer Generalversammlung in Lohne den etwa 270 Anwesenden vorstellte.

„2018 war ein erfolgreiches Jahr für die GS agri“, fasst Geschäftsführer Cord Schiplage zusammen und ergänzt: „Den Umsatz konnten wir mit 356 Millionen Euro auf hohem Niveau halten und blicken positiv in die Zukunft.“ Aufgrund der guten Ertragslage schlug der Vorstand die Ausschüttung einer Warenrückvergütung in Höhe von 1,6 Millionen Euro an die Mitglieder vor. Diesem Vorschlag stimmten die Mitglieder einstimmig zu. Damit hat die GS agri seit der Fusion in 2006 insgesamt über 30 Millionen Euro ausgeschüttet. 2.908 Mitglieder sind der Genossenschaft derzeit angeschlossen.

Kundenerfolg steht im Mittelpunkt

„Der wirtschaftliche Erfolg unserer Kunden und Mitglieder ist nicht nur genossenschaftlicher Auftrag, sondern permanenter Antrieb unserer täglichen Arbeit“, erklärt Cord Schiplage und ergänzt: „Wir machen die Herausforderungen unserer Kunden zu unseren eigenen.“ Darauf richtet die Genossenschaft ihre Investitionen, Prozesse und Beratungskompetenz konsequent aus. Der Aufbau des neuen Standortes in Leeste und Friesoythe sowie der geplante Bahnanschluss in Garrel verdeutlichen diese Ausrichtung. Durch den Bahnanschluss und durch die innovativen Fütterungskonzepte leistet die GS agri einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Die geplanten Vertriebsplattformen definieren Kundennähe neu. Auch die aktive Mitarbeit in Organisationen, die mit hohem persönlichen Engagement vieler Mitarbeiter und finanziellem Aufwand verbunden ist, tragen dazu bei, das Image der Landwirtschaft in Politik und Öffentlichkeit zu verbessern.

Geschäftsbereiche entwickeln sich gut

Hauptgeschäftszweig der GS agri ist nach wie vor die Produktion und der Vertrieb von hochwertigem Mischfutter. Der Umsatz war hier von rückläufigen Mengen gekennzeichnet. Die GS agri hat sich jedoch in dem schwierigen Marktumfeld gut behauptet.  Auch die Geschäftsbereiche Acker- und Pflanzenbau, Energie und Brennstoffe, Baustoffe sowie die Haus- und Gartenmärkte trugen zum Erfolg der Genossenschaft bei. Die Umsätze erreichten in allen Bereichen ein hohes Niveau.

Eigenkapital gesteigert

Das Eigenkapital konnte im letzten Jahr auf 63,7 Millionen Euro weiter gesteigert werden. „Damit ist die GS agri für die Zukunft sehr solide aufgestellt und für neue Herausforderungen finanziell gerüstet“, stellt Engelbert Klövekorn, Geschäftsführer und Finanzvorstand der GS agri, heraus.

Digitalisierung unterstützt Kunden

Die Entwicklung von Onlineportalen und Apps ist fester Bestandteil der Digitalisierungsstrategie und wird konsequent weiter vorangetrieben, um die Mitglieder und Kunden optimal zu unterstützen. So führte die GS agri in den vergangenen Jahren die mobile Ackerschlagkartei („Acker24“) sowie die Futterbestell-App „Futter24“ ein. „Das erleichtert unsere Arbeit enorm“, so der Tenor der Kunden. Seit diesem Jahr werden Interessierte mit fachlichen Informationen via Broadcast informiert. Das bundesweite Projekt „Ackerwetter“, unter maßgeblicher Beteiligung der GS agri, steht in den Startlöchern und soll den Landwirten bei ihrer zielgenauen Arbeit helfen. Mit „Raiffeisen Networld“ entwickelt die Genossenschaft zusammen mit 29 genossenschaftlichen Partnern eine digitale Handelsplattform für die Kunden. „Der direkte und persönliche Kontakt stehen dabei aber immer weiter im Vordergrund“, betont Schiplage. Die Plattform soll 2021 starten.

Wahlen der Generalversammlung

Das Aufsichtsratsmitglied Heinrich Aumüller (Bösel-Aumühlen) schied wegen Erreichens der Altersgrenze von 65 Jahren satzungsgemäß aus dem Gremium aus. Zur Wiederwahl für eine erneute Amtsperiode von drei Jahren standen die Aufsichtsratsmitglieder Reinhard Evers (Lohne-Krimpenfort) und Bernd Hinrichsmeyer (Bühren-Sülzbühren), die ohne Gegenstimmen bestätigt wurden. Besondere Wertschätzung erfuhr der Vorstandsvorsitzende Hubertus Meyer für sein 40-jähriges ehrenamtliches Engagement für die Genossenschaft. Die Gremien werden Meyer im Rahmen einer kleinen Feier noch einmal persönlich danken.

Gastredner

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Generalversammlung sprach der bekannte Meteorologe und TV-Moderator Sven Plöger zum Thema „Gute Aussichten für morgen?“. Lebhaft, humorvoll aber auch ernst erklärte der Klimaexperte den immer schneller werdenden Klimawandel anschaulich und forderte jeden Einzelnen zum Handeln auf. (Siehe extra Bericht.)

Alle Bilder: © GS agri eG