16.11.2020

News

GS agri eG blickt auf ein gutes Ergebnis im Geschäftsjahr 2019 zurück

Ordentliche Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2019 entfällt

Die andauernde Covid 19 Pandemie hat auch auf die Generalversammlung der GS agri eG für das Geschäftsjahr 2019 einen erheblichen Einfluss. Die aktuelle Lage sowie Vorschriften der Landesregierung führten zuletzt dazu, dass Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen haben, in diesem Jahr keine Generalversammlung durchzuführen, um die Gesundheit der Teilnehmer nicht zu gefährden. Insgesamt ist die GS agri eG als systemrelevantes Unternehmen bisher solide durch diese herausfordernde Zeit gekommen. Die GS agri eG hat auf die neuen Herausforderungen reagiert und ist auch während der Corona-Krise an der Seite ihrer Mitglieder und Kunden.

Gutes Ergebnis im Geschäftsjahr 2019

„Das Jahr 2019 konnte die GS agri eG mit einem guten Ergebnis abschließen“, fasst Geschäftsführer Cord Schiplage zusammen. Der Umsatz war mit 354 Mio. € leicht rückläufig. Dies ist vor allem auf einen geringeren Mengenumschlag im Bereich der Rohware und bei Düngemitteln zurückzuführen. Der Rohertrag konnte deutlich gesteigert werden und die Kostensteigerungen überkompensieren. Dadurch wurde ein um 0,6 Mio. € besseres Betriebsergebnis erwirtschaftet. Der Jahresüberschuss bewegt sich mit 1,378 Mio. € leicht über dem Vorjahr. Finanzvorstand Engelbert Klövekorn verkündet den Mitgliedern am Montag schriftlich: „Aufgrund des guten Betriebsergebnisses in 2019 wird eine Warenrückvergütung in Höhe von 1,2% auf den Bezugsumsatz ausgeschüttet.“

Entwicklung der Geschäftsbereiche

Mit der Entwicklung im Jahr 2020 zeigt sich die GS agri eG bislang zufrieden. Der Mengenumschlag insbesondere im Futtermittelbereich konnte gesteigert werden und auch alle anderen Bereiche sind in Bezug auf Umsatz und Ertrag auf Kurs.

Mit Übernahme dreier Baustoffstandorte im Emsland konnte das positive Ergebnis im Baustoffgeschäft weiter gestärkt werden. Außerordentlich positiv verläuft die Entwicklung des Biosegments. Der Bereich Agrar (Saatgut, Düngemittel, Pflanzenschutz) befindet sich nicht nur aufgrund der wiederholten Trockenperioden in den letzten Jahren in einem schwierigen Umfeld. Hier werden strukturelle Anpassungen in der Zukunft unvermeidbar sein. Insgesamt erwartet die GS agri eG ein Betriebsergebnis etwa auf Vorjahresniveau.

Das Jahr 2019 zeigte sich ab der Jahresmitte insbesondere für die Schweinehalter von seiner freundlichen Seite. Gute Erzeugerpreise bis Mitte diesen Jahres ließen sowohl Ferkelerzeuger als auch Schweinemäster wirtschaftlich durchatmen.  Die Ernte 2019 fiel trockenheitsbedingt unterdurchschnittlich aus und insbesondere Futterbaubetriebe hatten bis zur Maisernte mit einer sehr angespannten Grundfuttersituation zu kämpfen. Gedämpft wurde der Aufschwung für Schweinehalter durch die Corona-Krise und insbesondere im September durch den Ausbruch der ASP. In der zweiten Jahreshälfte kam es in allen Veredelungssegmenten zu dramatischen Erzeugerpreisrückgängen und die Landwirte sehen sich großen wirtschaftlichen Problemen ausgesetzt.

Stärkung der operativen Leistungsfähigkeit

An der Stärkung der operativen Leistungsfähigkeit haben die Mitarbeiter der GS agri eG in den Jahren 2019/2020 mit großer Kraft gearbeitet:

Standort Melchiorshausen bezogen

Im Frühjahr 2020 wurde der Standort in Melchiorshausen fertiggestellt. Auf dem ca. 2 Hektar großen Grundstück wurden sechs Rundsilos à 4.100 m³ Lagervolumen errichtet. Diese je 30 Meter hohen Silos bieten Lagerfläche für 18.000 Tonnen Getreide. Damit ist es die größte Siloanlage aller Außenstandorte der GS agri eG.

Neubau in Friesoythe

In Friesoythe entstehen aktuell ein Lager für Dünge- und Pflanzenschutzmittel, fünf Lagerboxen mit 1.800 m³ Volumen inkl. Lkw-Waage, eine 250 m² große Lagerhalle für Sackwaren sowie eine Tankstelle mit Shop (120 m²) und die Waschanlage für Autos und Lkw, ein Haus- und Gartenmarkt und Büroräume. Die an die DEKRA vermietete Prüfstation ist bereits in Betrieb. Der alte Standort der GS agri eG in Altenoythe wird geschlossen, sobald in Friesoythe, spätestens im Frühjahr 2021, alle Bauarbeiten abgeschlossen sind.

Wiederinbetriebnahme des Bahnanschlusses in Garrel

Getreide- und Futtermittelanlieferungen per LKW auf Schienen zu verlagern, um damit die Umwelt zu entlasten und Kosten zu sparen, sind wichtige Gründe für die GS agri eG, den Bahnanschluss in Garrel wieder in Betrieb zu nehmen. Die Planungen dafür sind fast abgeschlossen. Im Frühjahr 2021 soll der Bau starten.

Übernahme der emsländischen Baustoffstandorte der AGRAVIS

Zum 1. September 2020 übernahm die Genossenschaft die Baustoffstandorte Sögel, Esterwegen und Rhede (Ems) von der AGRAVIS Baustoffhandel GmbH. Dies geschah in enger Abstimmung mit der Raiffeisen Ems-Vechte eG, die die GS agri eG hierbei im genossenschaftlichen Sinne unterstützte. Die Erweiterung im Geschäftsbereich Baustoffe stärkt damit das gesamte wirtschaftliche Fundament der GS agri eG.

Umstrukturierung des Viehgeschäfts

Zum 1. Januar 2020 gründete die GS agri eG die GS RegioSchwein GmbH als Viehhandelsunternehmen und Nachfolgeunternehmen der GVG GmbH & Co. KG. Das Ferkelgeschäft wurde in die neue GS RegioSchwein GmbH überführt. Ziel ist es in Zusammenarbeit mit den Ferkelaufzuchtbeteiligungen konzeptionell und qualitativ hochwertige Ferkel an unsere Kunden zu liefern.

Cord Schiplage und Engelbert Klövekorn, geschäftsführende Vorstände (v.l.)

Cord Schiplage und Engelbert Klövekorn, geschäftsführende Vorstände (v.l.)

Die Vorsitzenden Hubertus Meyer (Vorstand) und Heinz Fröhle (Aufsichtsrat) (v.l.)

Die Vorsitzenden Hubertus Meyer (Vorstand) und Heinz Fröhle (Aufsichtsrat) (v.l.)