21.11.2019

News

ARD-Wetterfrosch Sven Plöger referierte eindrucksvoll

„Dieser Planet braucht uns nicht, wir brauchen ihn“

Anlässlich ihrer Generalversammlung lud die Schneiderkruger Genossenschaft GS agri eG den aus Funk und Fernsehen bekannten Diplom-Meteorologen und Klimaexperten Sven Plöger ein. Im vollbesetzten Saal Römann in Lohne schilderte Plöger die Ursachen und Auswirkungen des globalen Klimawandels.

Dass der Klimawandel derzeit alle bewege, so Plöger, liege vor allem an der merkbaren Fühlbarkeit des Wetters. Die extremen Wetterkapriolen der letzten Jahre, wie Dürren, Stürme und Überschwemmungen ließen das Wetter für Jedermann haptisch werden. Genau diese Szenarien sagten bereits vor mehr als 30 Jahren Klimaforscher auf der UN-Klimakonferenz für heute voraus.

„Auf unserem Planeten wird es wärmer. Diese Entwicklung ist in vielen Teilen der Welt bereits nachweisbar“, so Plöger. Der zügellose Umgang der Menschheit mit den Ressourcen der Natur sei ursächlich. „Wir verbrauchen Ressourcen im Übermaß, statistisch gesehen 1,75 Erden. Wir Menschen sind nicht nachhaltig.“, mahnte der Experte. Plöger bedauerte, dass fast 80 Prozent der Energie noch immer aus fossilen Brennstoffen erzeugt werde und brach eine Lanze für die fast unerschöpfliche Sonnenenergie, mehr Energieeffizienz und die Windkraft.

Besonders lobte Plöger in diesem Zusammenhang das große Engagement der GS agri im bundesweiten Projekt „Ackerwetter“. Der Fachmann wünschte sich von den Landwirten, eine möglichst hohe Dichte der angebotenen Wetterstationen. Die Vielzahl der gewonnenen Daten helfe den Landwirten bei einer noch exakteren Bearbeitung ihrer Flächen. Laut Plöger wüssten gerade Landwirte den Wert der Natur zu schätzen. Sie hätten Respekt vor der Natur, von der sie leben, und deren Ressourcen. Er appellierte: „Dieser Planet braucht uns nicht. Wir brauchen ihn!“

Plöger verstand es im Laufe des Abends, seinem Publikum das schwierige Thema deutlich und doch unterhaltsam nahe zu bringen. Bei Begriffen wie Klimakatastrophe müsse man nicht resignieren, sondern solle die sich daraus ergebenden Chancen nutzen. Er rief jeden Einzelnen zum Handeln auf. Noch sei Zeit zur Umkehr, denn „die Summe dessen was jeder Einzelne tut, ist der globale Erfolg“.

Alle Bilder: © GS agri eG

 

Sven Plöger verstand es, das umfangreiche Thema Wetter und Klimawandel anschaulich nahe zu bringen

Sven Plöger verstand es, das umfangreiche Thema Wetter und Klimawandel anschaulich nahe zu bringen

ARD-Wetterfrosch Sven Plöger (links) im Gespräch mit Jürgen Diers (Bereichsleiter Acker- und Pflanzenbau bei der GS agri) an der vorgestellten Wetterstation

ARD-Wetterfrosch Sven Plöger (links) im Gespräch mit Jürgen Diers (Bereichsleiter Acker- und Pflanzenbau bei der GS agri) an der vorgestellten Wetterstation